Einblick in unseren Alltagsbegleiterkurs

Ein kleiner Einblick in unseren Alltagsbegleiterkurs von September, bei dem alle sechs Teilnehmer mit Bravour abgeschlossen haben.

 

Plötzlich duftet es nach frisch gebrühten Kaffee in der (zu der Zeit) noch leeren Hausgemeinschaft „Egelsee“. Sechs Teilnehmer des Alltagsbegleiter-Kurses türmen gemeinsam Leckereien auf einem Tisch auf. Fünf verschiedene Länder sind vertreten und jeder hat etwas anderes mitgebracht. Das gemeinsame Frühstück soll ein Gefühl von Gemeinschaft vermitteln. Bei dem die Teilnehmer ein Gefühl dafür bekommen was wir uns für unsere Bewohner im Alltag wünschen.

 

Das Thema Finderfood wurde ebenfalls mit viel Motivation und Liebe angegangen. Erneut wurden viele unterschiedliche Leckereien hergestellt und gemeinsam verspeist. Die in der Theorie erlernten Sinneswahrnehmungen: riechen, schmecken, fühlen, sehen und hören wurden nun bewusst dabei wahrgenommen.

 

Das Hören der Geräusche des Handrührgerät,

das Sehen der Zubereitung von Gemüse anbraten,

das Riechen der gerade gebackenen Leckereien,

das Schmecken der Köstlichkeiten, ist es süß oder salzig?

das Fühlen, ist das Gebäck warm oder kalt, weich oder fest?

 

Vor allem für demenziell Erkrankte sind diese Wahrnehmungen wichtig, unterschiedliche Wahrnehmungen können unterschiedliche Erinnerungen und Gefühle hervorrufen.

Als Beispiel: Der Alltagsbegleiter stellt einen Apfelkuchen her, einige Bewohner beteiligen sich daran und schälen Äpfel. Frau P. die an Demenz erkrankt ist, beobachtet das ganze von ihrem Platz aus. An irgendetwas erinnert das ganze Frau P., aber sie weiß nicht mehr an was oder wen. Während sie noch grübelt, steigt Frau P. ein wunderbarer Duft in die Nase. Jetzt fällt es ihr ein, es riecht wie bei ihrer Großmutter, wenn diesen ihren guten Apfelkuchen gebacken hat. Das muss Frau P. gleich mal in der Küche mitteilen und es entsteht ein schönes Gespräch über die Großmutter.